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Die Medien und die Entscheidung in Iowa
2004-01-27
Analyse von MEDIENTENOR zum Medienimage der Demokratischen Präsidentschaftskandidaten nach den Vorwahlen in Iowa

New York. Reagierte das US-Fernsehen einerseits überrascht auf die Niederlage Howard Deans in Iowa, so könnten die Medien doch andererseits mit ausschlaggebend für die Niederlage des "Favoriten" der Demokratischen Kandidatenfindung gewesen sein. Die wöchentlich erscheinende Analyse von MEDIENTENOR über die innenpolitische Berichterstattung in den USA zeigt für die Woche bis zur Vorwahlentscheidung in Iowa, dass der Anteil positiver Berichterstattung zu Dean von beinahe 40 Prozent in der zweiten Januarwoche 2004 auf nur noch 18 Prozent für die Tage vom 19. – 22. Januar 2004 gesunken ist. .

Gleichzeitig ist der prozentuelle Anteil der negativen Darstellung dramatisch gewachsen; von zwölf auf 38 Prozent. Die von MEDIENTENOR ermittelten Zahlen decken sich denn auch mit einer vom Boston Globe durchgeführten Umfrage. In der zweiten Januarwoche stimmten 38 Prozent der Befragten für Dean. In den letzten beiden Tagen vor der Entscheidung in Iowa schrumpfte diese Zustimmung auf nur noch 18 Prozent. .

Die Medien, zumindest die im Rahmen der Analyse untersuchte Fernsehberichterstattung, waren eindeutig mit ausschlaggebend für Deans Niederlage bei den Vorwahlen. Eine entgegengesetzte Entwicklung zeigt die Analyse für die Berichterstattung über John Kerry. In der zweiten Januarwoche lag die Zustimmung in der Berichterstattung bei 21 Prozent, um diametral zu Howard Dean in den letzten beiden Tagen vor der Entscheidung auf annähernd 40 Prozent zu steigen. Der Anteil der negativen Berichterstattung über Kerry blieb in dieser Zeit stabil. .

Auch bei Kerry bestätigt das Umfrageergebnis des Boston Globe die Analyse von MEDIENTENOR. Die Unterstützung für Kerry stieg proportional mit dem Anstieg der positiven Berichterstattung. Man könnte glauben, dass der Einfluss der Medien auf die Entscheidung über die Kandidatenfindung enorm ist, aber wie der Mangel an sachthemenbezogener Berichterstattung zeigt, gehen viele Berichterstatter fahrlässig mit ihren Möglichkeiten um. Ein Mangel an informativer und sachthemenbezogenrer Berichterstattung kann nicht im Interesse der Demokratie sein. .

Zur Analyse http://www.medien-tenor.de/index1.html.

Weitere Informationen: .

Michael Schlipper.

Medien Tenor GmbH.

Kurt-Schumacher-Str. 2.

53113 Bonn.

Tel: 0228/93 444 0.

Fax: 0228/93 444 93.

m.schlipper@innovatio.de .

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